Ein paar Eindrücke und Empfindungen, die ich beim "Benutzen” des Amilo habe / hatte:
Platz hat und verbraucht das Amilo viel. Es hat viel Platz auf seinem 18,4” Desktop, klar denn eine Auflösung von 1680 x 945 ist schon recht ordentlich. Wie unten beschrieben, passen fast zwei Word-Seiten nebeneinander. Das ist klasse zum Arbeiten. Aber dieses Display zum Filme schauen nutzen? Das erschließt sich mir nicht so richtig. Um als “tragbares Heimkino” genutzt zu werden, ist es einfach zu groß. Das Gewicht ist nicht mal so wild. Aber es passt ja in fast keinen Rucksack… Und zu Haus? Wo soll ich da ein Notebook zum Filme schauen nutzen? Am Sofa? – Habe ich ein TV-Gerät, welches u.a. an einem Rechner angeschlossen ist. Und am Bett? Da habe ich einen separaten Monitor. Klar ist das nicht unbedingt normal, aber wer stellt sich denn diesen Apparillo ans Bett, um dort einen Film zu schauen?
Eine andere potentielle Zielgruppe eines so großen Geräts könnten die “Gamer” sein. Wer gelegentlich Zeit auf LAN-Parties verbringt, könnte sich für ein solches Gerät entscheiden, weil sich der Aufbau-Aufwand natürlich sehr reduziert. Aber ich fürchte, das hübsche Design des Gehäuses und die mangelnde Aufrüstbarkeit werden viele wieder abschrecken.
Ich hab ein wenig Zeit mit dem Amilo aufm Sofa verbracht. Surfen etc. macht Spaß, da stören auch Größe und Gewicht keineswegs. Aber wenn man das Gerät mal eben loswerden muss, kann man es nicht so gut “beiseite” legen, wie kleinere Geräte.
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass man das Amilo als Desktop-Ersatz nutzt, wenn man keinen festen Platz für einen Rechner schaffen möchte. Dann kann man es gezielt hervorholen und z.B. auf dem Küchen- oder Esszimmertisch betreiben. Hat man einen Schreibtisch für den Rechner, bin und bleibe ich jedoch Verfechter von externer Peripherie (min. Tastatur, Maus & Monitor).
Der Lüfter des Amilo ist ein absoluter Pluspunkt! Mein altes Centrino-Notebook habe ich immer auf 600Mhz gedrosselt, wenn es mal über Nacht laufen musste. Denn ansonsten stört es mich zu sehr, wenn ich nachts in meinem WG-Zimmer in unregelmäßigen Abständen das Gebläse höre. Das Amilo kann ich einfach so laufen lassen. Wenn es überhaupt mal ins Schwitzen kommt und den Lüfter etwas aufdreht, ist der immer noch so ruhig, dass es kein Stück stört. Sehr ordentlich!
Die Schnittstellen-Situation des Amilo würde ich als miserabel bezeichnen. Wir haben ein “riesiges” Gehäuse vor uns und finden welche Schnittstellen? ?ZWEI? USB-Ports? Einen VGA-Port, aber einen HDMI-Port OHNE Adapter für DVI-Anschlüsse? Und warum bitte werden neuerdings die Audio-Ports an der Gehäusevorderseite verbaut? Das Amilo soll doch zum Spielen taugen, richtig? Wenn ich dort jetzt meinen Kopfhörer / mein Headset anschließe – was ja beim Spielen gelegentlich vorkommen könnte – muss ich durchgehend schauen, wo ich mit meinem Handballen bleibe, wenn ich ein Spiel per WASD steuere. Warum können die nicht irgendwoanders an dem wirklich riesigen Gerät sitzen? eSATA ist völlig ok, Express-Card, LAN und Kartenleser auch – auch was die Platzierung angeht. Aber wo ist denn ein anständiger S-Video-TV-Out-Port? Und nur zwei USB-Schnittstellen zu verbauen, geht meiner Meinung nach wirklich gar nicht! Sogar mein 5 Jahre alter Aldi-Laptop ist in der Hinsicht um Längen besser ausgestattet.
So, genug für heute. Als nächstes werden wohl einige Benchmark-Werte und Spiel-Details kommen. Zudem wollte ich das WLAN noch testen und ein paar meiner Eindrücke zum Display beim Spielen veröffentlichen.