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July 11th, 2010 mephistho No comments

So, jetzt komm ich endlich mal dazu, ein paar Sachen aufzuschreiben, die schon lange anstehen.

Die diessemestrige Klausurenphase liegt seit letztem Donnerstag mehr oder weniger erfolgreich hinter mir. Mathe3 wird noch ne enge Geschichte, aber wir hoffen mal auf gutmütige Korrektoren.

Mein Bruder hatte mir zum Geburtstag ein Ticket für “Serj Tankian – Elect the dead symphony” im Admiralspalst Berlin geschenkt. Völlig geil! Ich war zwar erst skeptisch, weil mir die DVD/CD-Versionen dieser Show mal so gar nicht gefallen, aber live war das absolut genial. “Problem” an der Aktion war zunächst “nur” das Datum. Das Konzert war am 30.06. Am 29.06. war meine Mikrocomputer-Klausur und am 02.07. stand Datenbanken an. Also hieß es: Mut zur Lücke. MICOMP war nur ein bisschen Assembler-Programmierung und so konnte es direkt danach losgehen. Eigentlich wollten wir mit dem VW-Bulli meines Bruders nach Berlin fahren, aber da machte uns eine Kühlflüssigkeitsleitung am WE vor der Abfahrt einen Strich durch die Rechnung. Der Elmo war nicht fit. Nach einigem Hin und Her wg. einem Mietwagen sind wir dann endlich am Dienstag gegen 17:00 in Richtung Berlin aufgebrochen – 29062010437 im  Kofferraum das volle Camping-Equipment. Übernachtet haben wir dann in der Tentstation mitten in Berlin. Sehr coole Location: Ein Campingplatz auf dem Gelände eines stillgelegten Freibads. Die Betreiber müssen leider Jahr für Jahr bangen, ob sie noch weitermachen können, weil das Gelände bereits an einen Wellness-Bad-Investor verkauft ist, aber noch sind sie im Geschäft. Eine Bar auf der alten Tribüne, Basketball im Sprungbecken, Beachvolleyball im flachen Becken. Sehr kultige Atmosphäre. Und sogar Augustiner Hell hatten sie dort!!

Am Dienstag Abend angekommen, haben wir dann nach dem Zeltaufbau noch Jojo und Florian auf das ein oder andere Bier getroffen, die zur selben Zeit für ein Pearl Jam Konzert in der Wuhlheide in Berlin waren.

30062010448Am Mittwoch haben wir dann weitgehend zu Fuß ein wenig Berlin erkundet, da es mein erster Besuch  in Berlin war. Ich werde noch mal versuchen, zu ermitteln, wie viele Kilometer wir in etwa gelaufen sind – es müssen einige gewesen sein. Durch Hitze und Gelaufe waren wir schon mittags ziemlich gut bedient und haben uns ein Stündchen Bootstour auf der Spree gegönnt – TOURIALARM ;)

30062010457Gegen Abend sind wir dann noch “schnell” zu Fuß zurück zum Zelt, unter die Dusche gesprungen und ebenfalls zu Fuß wieder los, vorbei an der wunderschönen Charité in die Friedrichs-Straße zum  besagten Admiralspalast. Sehr geile Location! Meine Handy-Kamera gab leider nicht mehr her, aber vielleicht bekommt man trotzdem einen Eindruck.

Ohne große Verzögerung kam Herr Tankian dann auch auf die Bühne und lieferte einen beeindruckenden Auftritt. Auf der DVD habe ich mich noch oft gefragt: Was macht denn der da mit seiner Stimme? Aber scheinbar hat er sich über die Auftritte noch ein Stück weiterentwickelt, denn ich fand es richtig richtig gut. Über die Vertretbarkeit eines T-Shirt-Preises von 25€(!!) kann man diskutieren – besonders wenn der Künstler auf der Bühne große Reden gegen Geldabhängigkeit schwingt, aber was soll’s, wir haben halt keins gekauft…

Nach dem Konzert haben wir auf dem Weg zum Zeltplatz noch einige Biere in Pubs, Kneipen und Imbissen mitgenommen und uns dann noch ein wenig über das Schulzeltlager amüsiert, welches seine Zelte direkt vor unserem aufgebaut hatte und desnachts so gar nicht zur Ruhe kommen wollte – sehr zum Unmut der Aufsichtspersonen ;)

Lustig waren auch die beiden Franzosen, die auf einer Art Interrail-Tour durch Europa unterwegs waren. Nach Berlin sollte es weiter gen Osten gehen – sie wollten versuchen, mit dem Zug nach Istanbul zu kommen. Optimistische Kerle ;)

Insgesamt war das eine völlig geile Aktion, auch wenn wir am Donnerstag nach einem abschließenden Besuch der Gedenkstätte an der Bernauer-Str. ziemlich platt in Bremen ankamen. Ich musste dann noch ein wenig Datenbanken-Wissen in mich einfüllen, aber das ging alles einigermaßen. Und gelohnt hat’s sich auf jeden Fall. Die Klausur am Freitag lief dann entgegen aller Erwartungen durchaus erfreulich – das Ergebnis steht allerdings noch aus.