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Sansa Clip+ & Rockbox

June 6th, 2010 mephistho No comments

06062010408 Vor einigen Tagen habe ich bei einem Amazon-Angebot für den Sansa Clip+ MP3-Player zugeschlagen. Eigentlich hatte ich seit langem ein Auge auf den Phillips Spark geworfen, aber die Kritiken sprachen nicht wirklich für das Gerät. Und da der Clip+ auf knapp über 30€ heruntergesetzt war, habe ich dort zugeschlagen.

Man bekommt ein wirklich winziges Gerät, das allerdings eine Menge kann – vorausgesetzt, man lässt es. Die Original-Firmware ist zwar handlich, bietet aber wenig Einstellungsmöglichkeiten und Flexibilität. Außerdem lässt sie nur eine wirklich sehr geringe Maximallautstärke zu. Ich weiß, ich weiß, Gesundheit und so, aber im Auto auf der Autobahn möchte ich schon noch was von meiner Musik hören können.

Jedenfalls gibt es eine Alternativ-Firmware, die für sehr viele verschiedene MP3-Player verfügbar ist namens Rockbox. Die Version für den Clip+ ist zwar noch unstable, aber generell funktioniert sie schon. Mit dem RockboxUtility kann man sie sehr einfach parallel zur Original-Firmware auf den Player laden. Standard ist nun Rockbox, hält man während des Einschaltens die “Rewind/Rückwärts/Links-Taste” gedrückt, bootet die Original-Software. Dies ist wichtig, da die Rockbox-Version momentan nocht nicht den USB-Anschluss und auch nicht den Radio-Empfänger unterstützt. Mit Musik und Strom kann das Gerät also nur über die Originalsoftware versorgt werden.

Rockbox ist allerdings dennoch absolut zu empfehlen. Mit dem Theme “Boxes” bringen die Entwickler auf dem wirklich winzigen OLED-Screen Informationen über Wiedergabemodus (Shuffle, Repeat etc.), Batteriestatus, den aktuellen Titel und den nächsten Titel unter.

Rockbox bietet zudem umfangreiche Playlist-Optionen, wie man sie z.B. auch von Winamp kennt. Fügt man seine gesamte Musik zu einer Playlist hinzu, kann man jederzeit über die “Nach-unten-Taste” die Liste anzeigen, einen Titel suchen und über einen längeren Druck auf die mittlere Auswahltaste verwalten, d.h. verschieben, einreihen, löschen usw usw.

Neben der wirklich sehr guten Anpassbarkeit bietet Rockbox zudem noch eine Menge “Spielkram” wie Spiele, graphische Demos und Anwendungen wie Uhr, Kalender usw. Die braucht man zwar nicht wirklich, aber sie nehmen insgesamt weniger als 2MB ein…

Insgesamt ist Rockbox also mal wieder ein wunderbares Beispiel für geniale OpenSourceSoftware. Ich freue mich schon auf neue Releases, in denen bestimmt auch irgendwann USB unterstützt wird. Wäre ich nicht durch die HS so sehr eingespannt, würde ich vielleicht sogar selber versuchen, das in Gang zu bekommen.

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